Krautsalat amerikanischer Style (aka Cole Slaw)

Wir essen sehr gerne Krautsalat. Der ist nur leider voller Zucker, ein Graus!! Daher bin ich dazu übergegangen, die amerikanische Variante zu machen.

Dazu braucht man auch nicht länger und schmecken tut er auch sehr gut.

Hier mein Rezept, sowohl vegan als auch herkömmlich.

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Zutaten:

  • 1/2 Weißkohl, in feine bis sehr feine Streifen geschnitten

Für das Dressing:

  • (Pflanzliche) Butter
  • Einen Esslöffel Mehl
  • Einen guten Schluß Essig
  • 1 Becher (pflanzliche) Sahne
  • Ein guter Schuß Senf
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Den Weißkohl sehr fein schneiden und in eine große verschließbare Schüssel geben
  • Nun in einer Pfanne zunächst die Butter schmelzen und dann unter ständigem Rühren den Esslöffel Mehl mit der Butter zu einer Mehlschwitze vermengen.
  • Nach und nach Essig, Senf und die Sahne zur Mehlschwitze unterrühren und mit kräftig Salz und Pfeffer würzen.
  • Das Ganze kurz aufkochen lassen und dann sofort über den Weißkohl geben und alles überaus rührend behandeln ;).
  • Deckel drauf und ziehen lassen, am besten über Nacht, hin und wieder mal umrühren oder einfach die verschlossene Schüssel schütteln.
  • Manchmal macht es Sinn, vor dem Servieren kurz abzuschmecken, denn Kohl braucht einfach Salz. Zur Not einfach noch einmal nachsalzen und nochmals sehr rührend sein.

Köstlich ohne Ende, die perfekte Beilage oder einfach so als Snack für den kleinen Hunger.

Tipp: man kann auch Möhren fein raspeln und mit zum Kohl geben, sieht bunter aus und schmeckt ebenfalls.

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Sauerkrautpfanne – Rezept entweder vegan oder „normal“

Wenn es schnell gehen soll, habe ich immer Sauerkraut im Vorratsschrank.

Das Kraut ist arm an Kohlenhydraten (gerade mal ca. 1 g auf 100 g) und es ist ein Allrounder. Egal ob als Suppe oder als Beilage – es lässt sich toll verarbeiten. Da Sauerkraut nun auch Kohl ist, ist es reich an Vitamin C und heizt die Verdauung durch die Vergährung richtig an.

Heute habe ich eine Sauerkrautpfanne gemacht. Das Rezept kann vegan oder eben „normal“ zubereitet werden, für alle Geschmäcker also nachkochbar.

Hierzu benötigt man wirklich nicht viel. Sauerkraut (klar, oder 😉 ), Zwiebeln (die müssen einfach sein), Hähnchen oder auch eine vegane Wurst (die hat, wenn man darauf achtet, auch nicht viele Kohlenhydrate…), Gewürze wie Pfeffer, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren (die hinterher aber wieder entfernt werden, nur des guten Geschmackes wegen).

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Zutaten:

  • Sauerkraut, fertig aus dem Supermarkt
  • Zwiebel, grob in Würfel geschnitten
  • Hähnchengeschnetzeltes oder eine vegane Wurst in Scheiben geschnitten
  • Gewürze

Zubereitung:

  • Fleisch bzw. Fleischersatz in Öl in der Pfanne kräftig anbraten – Röstaromen bringen zusätzlichen Geschmack ins Essen
  • Zwiebeln hinzu, mitbraten
  • Sauerkraut hinzufügen und alles miteinander vermengen, bei Bedarf noch etwas Wasser hinzu, damit sich die Röststoffe der Fleisch-Zwiebel-Masse vom Pfannenboden ablösen und sich so fein mit dem Sauerkraut vermengen
  • Gewürze hinzufügen und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  • Sollten Lorbeerblatt und Wacholderbeeren verwendet worden sein, vor dem Servieren wieder entfernen.

Fertig, guten Appetit

P.S.: Räuchertofu ist bestimmt auch eine denkbare Fleischalternative, ich hab es aber noch nicht probiert…

Keto

Im August 2017 habe – ausgelöst durch eine Diät – eine Ernährungsumstellung durchgeführt.

Ich habe im Rahmen einer Proteindiät weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtet und mich von überwiegend Eiweiß ernährt. Man kann das mit low Carb vergleichen, nur dass man bei low Carb bis zu 150g Kohlenhydrate essen kann, bei meiner Proteindiät müssen die Kohlenhydrate auf ca. 50g am Tag reduziert werden.

Diät ohne Hungern, kein Muskelabbau – „wunderbar“ dachte ich mir.

Zum Frühstück gab es Kaffee und ein Brötchen, mittags waren Salat in allen Variationen auf dem Speiseplan und abends gab es etwas Proteinhaltiges wie Geflügel oder gern Tofu mit viel Gemüse oder auch mal Eierspeisen wie Rührei oder Spiegeleier. Zwischendurch und gerne nach dem Sport hab es Eiweißshakes aus Kokoswasser und einem Eiweißpulver mit wenig Kohlenhydraten und frischen Beerenfrüchten.

Der Erfolg der Diät war grandios. Ich hatte tatsächlich wenig Hunger, hatte keine Leistungseinbrüche beim Sport und meine Fettpolster schmolzen dahin, von ganz alleine.

Da man bei solchen Diäten immer mit dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt rechnen muss, war für mich klar, da muss jetzt auch eine dauerhafte Ernährungsumstellung her.

Das Netz ist voll mit Ernährungsweisen, es erschlägt einen förmlich.

Low Carb habe ich zunächst in die engere Wahl genommen. Beim Rezepte suchen bin ich auf die noch extremere Form von low Carb entdeckt: die ketogene Ernährung.

Wikipedia sagt als Definition der ketogenen Ernährung folgendes:

„Die ketogene Diät ist eine kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. In dieser Ernährungsform bezieht der Körper seinen Energiebedarf nicht mehr aus FettundGlukose, sondern nur noch aus Fett und daraus im Körper aufgebautem Glukoseersatz, den namensgebenden Ketonkörpern.“

Aha…

Also Kohlenhydrate aus dem Speiseplan verringern, Proteine und vor allem gute Fette in den Speiseplan einbauen. Hu, gerade Fett… jahrelang war Fett der Bestandteil in meiner Nahrung, den ich gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser und nun soll ich Fett in meine Ernährung einbauen. Kann das funktionieren?? Naja, irgendwo muss der Körper ja Energie herbekommen. Ein Versuch ist es wert.

Und was soll ich sagen: es funktioniert tatsächlich. Mein Körper ist hübsch an seine Fettreserven gegangen und meine Silhouette hat sich fast von ganz allein verschlankt. Klar, zum Sport gehe ich 3-4 mal die Woche, aber das mache ich seit Jahren ;). Mein ach so bekämpftes Hüftgold schmolz dahin, ich bin begeistert.

Eine Ernährung, bei der ich nicht hungern muss, nur hin und wieder auf die Zutaten- und Nährwertangaben schauen muss, perfekt. Auch habe ich keine Leistungseinbußen beim Sport. Selbst Muskelaufbau funktioniert mit Keto.

Mein Mann macht Keto jetzt auch mit. Er ist immer wieder erstaunt, dass viele Gerichte auch ohne die klassischen Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Nudeln schmecken. Und mal als Snack Mortadella oder ein Würstchen ohne schlechtes Gewissen zu haben, das ist in seinem Sinn 🙂 !

Also werde ich hier nun viele Rezepte aus dem Bereich der ketogenen Ernährung veröffentlich, die auch fantastisch schmecken, selbst wenn man Keto sonst nicht in seinen Alltag integrieren möchte.

Schneller veganer Linseneintopf

Wenn es draußen kalt ist, hat man doch immer etwas mehr Appetit auf etwas deftig Warmes.

Heute habe ich schnell einen Veganer Linseneintopf mit WieBacon gezaubert.

Linsen sind toll, denn sie haben viel Proteine und gleichzeitig Kohlenhydrate, die sehr gut vom Körper verwertet werden. Also sind sie nicht nur in einer Detox-Ernährung, sondern auch bei low Carb perfekt auf dem Speiseplan.

Zutaten:

  • Linsen, vorher etwa eine Stunde eingeweicht, damit die Stoffe, die blähend sind, bereits ausgewaschen werden
  • Zwiebeln, kleingeschnitten
  • WieBacon
  • Wasser
  • Balsamico-Essig
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Linsen etwa 20 Minuten kochen, ggf. etwas Wasser nachgießen
  • Zwischenzeitlich die Zwiebeln und den WieBacon in Kokosfett kräftig anbraten
  • Das Zwiebelgemisch nun zu den Linsen geben, kräftig mit Balsamico und Salz und Pfeffer würzen, kurz aufkochen und fertig!

herbstliche Gemüsenudeln

Kürbis, überall gibt es jetzt Kürbis – herrlich herbstlich.

Da ich mir vor einiger Zeit vom bekannten Kaffeeröster einen Spiralschneider für Gemüse gegönnt habe, der besser zu händeln ist als der allseits Umworbene, musste ich ihn heute einmal mehr auf Herz und Nieren prüfen. 

Daher gab es heute herbstliche Gemüsenudeln mit einer Kürbis-Tomaten-Paprika-Sauce. Das ist so ein Gericht, was kaum Kalorien hat, aber trotzdem an Bella Italia erinnert, obwohl es mit Pasta nicht viel gemeinsam hat außer der Form der Gemüsenudeln. Trotzdem ist es köstlich, schnell zubereitet und einfach mal Abwechslung auf den Pastatellern.

Zutaten:

  • 2 Zucchini für die Nudeln
  • Kürbis
  • Zwiebel
  • Paprika
  • Tomaten
  • Tomatenmark
  • Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gewürze nach Belieben

Zubereitung:

  • Kürbis, Zwiebeln, Tomaten und Paprika kleinschneiden
  • Zucchini mit dem Spiralschneider zu Spagetti verarbeiten
  • In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, die Zwiebeln darin glasig anbraten, die Tomaten zufügen und zerkochen
  • Die Kürbisstücke zufügen und mitgaren
  • Die Paprikastücke ebenfalls zufügen und mitgaren
  • Mit Tomatenmark und Wasser aufgießen und noch ein wenig köcheln lassen
  • Mit Salz, Pfeffer und Gewürzen würzen

Die (rohen) Gemüsenudeln auf Tellern anrichten und die Sauce darüber verteilen.

Wer mag, kann noch etwas (richtigen) Parmesan darüber streuen. Aber auch Parmesan aus Cashews macht sich toll. Hierzu einfach eine Handvoll Cashews in den „Mr. Magic“ und kurz zerkleinern, fertig ist der vegane Parmesan.

Guten Appetit!